Eröffnungskonzert im Neuen Dom Linz (Mariendom)
Anton-Bruckner-Chorwettbewerb und Festival

Anton Bruckners “Messe Nr. 1” eröffnet den Chorwettbewerb in Linz

Internationale Teilnehmer feiern das Werk des berühmten Komponisten

Das Eröffnungskonzert im Neuen Dom (Mariendom) gestern Abend in Linz hat das Wesen und die Atmosphäre des alle zwei Jahre stattfindenden Internationalen Anton Bruckner Chorwettbewerbs & Festival perfekt zusammengefasst. Die Veranstaltung findet dieses Jahr zum sechsten Mal in Bruckners Wirkungsstätte statt. Der Mariendom – gestern Abend bis zum letzten Platz gefüllt – bot die perfekte Kulisse für das Konzert: Sein Echo ist beeindruckend und verleiht der Musik eine wundervolle Tiefe.

Chöre aus verschiedenen Ecken der Welt, wie Norwegen, USA, Kroatien und dem Gastgeberland Österreich haben im ersten Teil des Konzertes mitgewirkt. Sie präsentierten hauptsächlich Chormusik aus ihren Heimatländern und gaben damit einen wunderbaren Einblick in die Chortradition des jeweiligen Landes: Der österreichische Chor „Opera-Teens der Wiener Staatsoper“ sang Anton Bruckners „Locus Iste“, das bei keinem Chorwettbewerb in Linz fehlen darf. Der Frauenchor Ženski Vokalni Sastav "Kušlec aus Kroatien präsentierte traditionelles Liedgut und Den Norske Studentersangforening aus Norwegen beeindruckte das Publikum mit der Kraft und den tiefen Klängen nordischer Chormusik. Der Florida College Chorus trat schließlich mit einem traditionellen Gospel auf die Bühne und brachte so die Musik aus den Vereinigten Staaten nach Linz.

Der zweite Konzertteil war dem Namenspatron des Wettbewerbs gewidmet, Anton Bruckner. Dieser lebte und wirkte für einen großen Teil seines Lebens in Linz und der näheren Umgebung. Drei Chöre hatten sich für die Aufführung zusammengetan: Abbellimento aus der Tschechischen Republik, der Domchor Linz und der Chor des Diözesankonservatoriums und traten gemeinsam mit dem Domorchester Linz auf die Bühne. Dort sangen und spielten sie Bruckners „Messe No.1“ – ein Novum für das Festival, zu dessen Eröffnung in den Vorjahren traditionell immer das „Te Deum“ des Komponisten auf dem Programm stand. Das neue Programm wurde von Publikum und Teilnehmern begeistert aufgenommen. Dirigent und Domkapellmeister Mag. Josef Habringer war besonders von der Teilnahme von Abbellimento angetan. Er habe dem Sopran noch einmal eine zusätzliche, ganz besondere, beeindruckende Klangfarbe verliehen.

Die Wettbewerbe in verschiedenen Kategorien haben inzwischen bereits begonnen. Bis Samstagmorgen werden Chöre mit ihren lang erarbeiteten Wettbewerbsprogrammen auftreten und ihre Fähigkeiten vor der internationalen Jury präsentieren. Die besten Gruppen werden anschließend ausgewählt, im Großpreiswettbewerb um den Anton Bruckner Chorpreis 2017 zu singen – dotiert ist der Preis mit 2000 €.

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