Filmausschnitt

Der Chor – Stimmen des Herzens

Ein neuer Chorfilm macht aus der Liebe zur Chormusik ein filmisches Chorwerk

Veröffentlichungen

Immer wieder werden Chöre in Kinofilmen thematisiert. Erinnert euch an die Sister Act-Filme (1992, 1993), die für die modernen Chorfilme Geschichte schrieben, gefolgt von Les Choristes (dt. Die Kinder des Monsieur Mathieu, 2004), Wie im Himmel (2004), Oh Happy Day (2004), Young@Heart (2007), Glee (2011), Joyful Noise (2012), Song for Marion (2013), Die Muppets (2014) oder Pitch Perfect (2012, 2015).

Die sogenannten Chorfilme beziehen sich in ihrer Handlung explizit auf die Musik und die Charaktere des Chores. Dabei geht es vor allem zu zeigen, wie sich das Miteinandersingen auf die Choristen auswirkt: Probleme und Krisen einzelner Sängerinnen und Sänger können in der Gemeinschaft bewältigt werden, einzelne Sänger finden durch den Gesang ihre wahre Bestimmung, Selbstbewusstsein und Bestätigung. Gemeinsam Singen löst Glückgefühle aus und fördert, wie schon wissenschaftlich erwiesen, die Gesundheit. Das Thema der Chorfilme ist häufig die Entwicklungen einzelner Sänger oder des chorischen Gesamtklanges.

So muss sich auch der junge, rebellische Stet im Film „Der Chor – Stimmen des Herzens“ (2014, Originaltitel „Boychoir“) des kanadischen Regisseurs François Girard, um die Anerkennung eines renommierten Knabenchores der USA kämpfen. Der skeptische Chorleiter erkennt erst das gesangliche Talent als er den Jungen selbst unterrichtet.

Der Film feierte 2014 in den USA seine Premiere, ab Ende August wird er u.a. auch in deutschen Kinosälen zu sehen sein.  Mit der Starbesetzung Dustin Hoffman, Kathy Bates, Eddie Izzard und Debra Winger und dem jungen Sängerknaben Garrett Wareing ist der Film absolut sehenswert. Aber vielmehr noch sind für Sängerinnen und Sänger die Chormusik und der Ethos des friedlichen Miteinanders, der beim Singen entfacht wird, ein Argument, die filmische Umsetzung unseres Lieblingsthemas Chorgesang zu erleben.

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