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Neue Biographie "Freiheit und Mut - was wir Walter Scheel verdanken"

Weggefährten würdigen die Lebensleistung des früheren deutschen Bundespräsidenten

Ob als Bundespräsident, als Bundesaußenminister und Stellvertreter des Bundeskanzlers, als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit oder als Vorsitzender und später Ehrenvorsitzender der Freien Demokratischen Partei Deutschlands (FDP) – Walter Scheel hat tiefe Spuren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hinterlassen, hat entscheidende Wegmarken der deutschen Nachkriegsgeschichte gesetzt.

Zu seinen Ehren wird in diesen Tagen ein großer Bildband der Öffentlichkeit vorgestellt, der die außerordentliche Lebensleistung dieser bedeutenden Politikerpersönlichkeit zusammenfassen und würdigen will. Herausgegeben von Ulrich Wickert versammelt das Buch zahlreiche Wegbegleiter Scheels, die in ganz persönlichen Beiträgen an den Menschen und Staatsmann erinnern – darunter die früheren Bundespräsidenten Horst Köhler und Roman Herzog, die ehemaligen Außenminister Kissinger und Genscher oder Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt.

Für INTERKULTUR war und ist es eine große Auszeichnung, dass Walter Scheel sich schon vor Jahren bereit erklärt hat, als Ehrenpräsident die Schirmherrschaft über die zahlreichen INTERKULTUR-Chorveranstaltungen weltweit zu übernehmen und damit die globale Bedeutung des kulturellen Austauschs und die verbindende Kraft des gemeinsamen Singens zu unterstreichen.

In seinem Beitrag zum neuerschienen Bildband "Freiheit und Mut - was wir Walter Scheel verdanken" fasst INTERKULTUR-Präsident Günter Titsch die Rolle Walter Scheels zusammen:

"Man wird in Deutschland – und auch weit darüber hinaus – nicht viele Staatsmänner finden, die dem Chorgesang einen vergleichbar großen Stellenwert einräumen wie Walter Scheel. Es ist kein Zufall, dass ihn weite Teile der deutschen Öffentlichkeit bis heute vor allem mit einem Volkslied assoziieren: "Hoch auf dem gelben Wagen" des Thüringer Dichters Rudolf Baumbach. Am 6. Dezember 1973, damals noch als Bundesaußenminister, sang Walter Scheel das Lied gemeinsam mit dem Düsseldorfer Männergesangsverein in der beliebten ZDF-Show "Drei mal Neun" zugunsten der Aktion Sorgenkind – allein bis zum Frühjahr 1974 wurde die Platte mehr als 300.000 Mal verkauft! Natürlich täte man Scheel Unrecht, würde man ihn auf die Rolle des fröhlichen und populären Sängers reduzieren. Aber richtig ist doch: Walter Scheel hat verstanden und vorgelebt, dass die Kultur, dass namentlich das gemeinsame Musizieren, Menschen und ganze Völker leichter, spontaner und vielleicht auch nachhaltiger verbindet, als alle große Diplomatie. Diese Einsicht ist auch die Basis der "World Choir Games", der olympischen Spiele der Chormusik, die ich im Jahr 2000 ins Leben gerufen habe, und die alle zwei Jahre Tausende junger Sängerinnen und Sänger aus aller Welt zusammenführt. Dass Walter Scheel Ehrenpräsident der World Choir Games ist und uns immer wieder wichtige Impulse geben und weltweit Türen aufgestoßen hat, werden wir ihm in großer Dankbarkeit niemals vergessen."

"FREIHEIT UND MUT - Was wir Walter Scheel verdanken" ist im Herder Verlag erschienen.

INTERKULTUR Präsident Günter Titsch
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