Oper

Johann-Strauß Gala

Galaabend für Sponsoren und geladene Gäste

Zweitgrößtes Opernhaus Österreichs. Sprungbrett für Musiker. "Opernhaus des Jahres" 2001. Beachtliche Attribute für das Haus am Ring, das 1899 nach Plänen der europaweit tätigen Architekten Fellner und Helmer errichtet wurde. Einen spannenden Kontrast zum neobarocken Gebäude bildet seit 1992 die Stahlskulptur "Lichtschwert" von Hartmut Skerbisch. In der Menschenrechtsstadt Graz steht sie als Symbol für Offenheit und Toleranz.

Das heutige Opernhaus hieß einst Stadttheater und diente ursprünglich nicht nur der Musik. So wurde es am 16. September 1899 mit Schillers Schauspiel "Wilhelm Tell" eröffnet.

Auf Wunsch des Gemeinderates von Graz gestaltete das für seine Theaterbauten berühmte Wiener Architektenbüro Fellner und Helmer das Gebäude im Stile des Barockbaumeisters Johann Bernhard Fischer von Erlach. (Der war zwar in Graz geboren, hat hier aber kein einziges Bauwerk errichtet).

Ein Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg bedingte den Abriss des ursprünglichen Säulenvorbaus und damit eine starke Vereinfachung der Fassade. Im Inneren blieben der repräsentative Treppenaufgang und der mit Logen, reichem, teils in Gold gefasstem Stuck und barockisierenden Deckengemälden ausgestatteten Zuschauerräumen unversehrt erhalten. Mitte der achtziger Jahre erfolgte eine sehr sensible Erweiterung des Opernhauses durch Gunther Wawrik. Eine gläserne Brücke verbindet nun den Bühnenraum mit dem neu errichteten Kulissendepot.

Nicht nur die 1.800 Besucher, die im Zuschauerraum Platz finden, sind von den Aufführungen angetan. In der Saison 2000/01 lieferte das Opernhaus in Graz die besten Aufführungen im deutschen Sprachraum. So befanden 50 Theaterkritiker, die die Oper damals zum "Opernhaus des Jahres" kürten. Von den großen Musikern, die bisher an der Grazer Oper wirkten, erlangten vor allem der Komponist Robert Stolz (bereits mit 20 Jahren Theaterkapellmeister) und der Dirigent Karl Böhm besondere Berühmtheit. Beide wurden auch in Graz geboren.

Dass Graz seinen besonderen Reiz aus dem Wechselspiel von Alt und Neu gewinnt, beweist das "Lichtschwert" neben der Oper. Es entstand im Rahmen des Festivals "steirischer herbst" im Jahr 1992. Anlässlich der 500-Jahr-Feiern zur Entdeckung Amerikas wurde im Opernhaus Roman Haubenstock-Ramatis Oper "Amerika" aufgeführt. Der Grazer Künstler Hartmut Skerbisch ließ sich vom Libretto, das auf einem Text von Franz Kafka beruht, zu dieser "Freiheitsstatue" mit Schwert und Weltkugel inspirieren. Die 54 m Höhe entsprechen dem Vorbild in New York. Ein nettes Detail: Die ebenfalls auf dem Operngelände befindliche Jugendbühne neben der "Statue of Liberty" nennt sich auch so – Next Liberty.

Übrigens: Schon im 19. Jahrhundert zeigte sich die Wirtschaft als Kunstmäzen. Es war die Gemeindesparkasse, die der Stadt das aufgenommene Darlehen für den Theaterbau schenkte und damit das gesamte Projekt finanzierte-