Freitag, 13. Januar 2012
Neue Veranstaltung?

Interreligiöser Chorwettbewerb

Idee kommt gut an

Das Treffen des Interreligiösen Beirats der Stadt Graz am 9. Januar verlief informativ und erfolgreich. Bürgermeister Nagl begrüßte persönlich alle Anwesenden, darunter auch Vertreter von INTERKULTUR. Er stellte die Ideen und Veranstaltungen von INTERKULTUR, dem Initiator der World Choir Games, persönlich vor und lobte die fruchtbare und gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Auf die Anregung von Altbürgermeister Alfred Stingl sei man nach der erfolgreichen Veranstaltung 2011 (World Choir Championships for Youth and Young Adults) zu dem Entschluss gekommen, den geplanten interreligiösen Kongress in Graz mit einem Chorfestival zu verbinden.

Anwesende von INTERKULTUR, darunter Präsident Günter Titsch, präsentierten ein Konzept für einen neuen Wettbewerb. „Einen Wettbewerb, der mit einer interreligiösen Veranstaltung verknüpft ist, hat es noch nie gegeben. Das wird für die Stadt Graz etwas ganz Neues sein“, ist sich das Gremium einig. Angedachter Termin für diese interreligiöse Veranstaltung könnte das Jahr 2013 sein, mit einem endgültigen Termin wird im Frühjahr dieses Jahres gerechnet. Im Jahr 2013 jährt sich auch der Tag der Vertragsunterzeichnung der „Erklärung zum Weltethos“ (3. September 1993, Chicago USA), in der die Formulierung eines Grundbestandes an ethischen Normen erarbeitet wurde, den alle großen Religionen und Kulturen in ihren ethischen Traditionen wiederfinden und teilen.

"Ein Chorfestival ist eine geeignete Form um die Botschaft der Interreligiosität nach außen zu tragen", äußerte sich auch der anwesende Stadtprobst Mag. Leibnitz sehr angetan und trifft hier genau auf einen ganz wichtigen Ansatz bei INTERKULTUR. Der Organisator internationaler Chorwettbewerbe legt großen Wert auf das Miteinander verschiedener Völker, ohne Grenzen durch Abstammung oder Religionszugehörigkeit. "Es wäre schön, wenn die Weltregionen in Graz zeigen könnten, dass sie aktiv an der Beseitigung von Konflikten untereinander arbeiten und miteinander reden", sagte Nagl und stellte Graz als hervorragende Kulisse für eine gemeinsame friedensstiftende Botschaft heraus. Im Jahr 2008 war die Stadt bereits Ort für die „Friedensmesse“ für den Frieden in der Welt, komponiert von der deutschen Chor-Legende Gotthilf Fischer und aufgeführt von 1.000 Stimmen.

INTERKULTUR blickt auf eine lange Erfahrung nicht nur im chormusikalischen, sondern auch im interreligiösen Bereich zurück. Wettbewerbe und Festivals in Rom und Malta zeigen das deutlich, wenn z.B. zeitgleich zu der Veranstaltung auch eine Ökumenische Feier abgehalten wird. INTERKULTUR schafft es, dass die Welt näher zusammenrückt.

Die nächsten World Choir Games in Cincinnati sind ein besonders gutes Beispiel, zu dem sich schon mehr als 300 Chöre aus aller Welt angemeldet haben. Darunter auch ein große Anzahl aus dem asiatischen Raum, ein Indiz dafür, dass Politik oder Religion keine Grenze für die Musik ist.

Mitglieder des Interreligiösen Beirats der Stadt Graz, Mitte: Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und Vorsitzende Mag. Angelika Vauti-Scheucher